Ende März sind 5.109 Personen in der Stadt Salzburg arbeitslos vorgemerkt
Die vorläufig geschätzte Arbeitslosenquote liegt im März bei 7,0 Prozent (die genauen Zahlen liegen wie immer Mitte des Monats vor), das ist um 0,6 Prozentpunkte höher als im März des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote im Bundesland liegt bei 4,4 Prozent, österreichweit beträgt der Wert 7,4 Prozent.
5.109 arbeitslos vorgemerkte Personen sind um 552 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres bzw. eine Steigerung um 12,1 Prozent. Der Anstieg ist bei den Frauen deutlich stärker (+264 Frauen bzw. +14,3 Prozent auf 2.108 arbeitslose Frauen) als bei Männern (+288 Männer bzw. +10,6 Prozent auf 3.001 Männer). Betrachtet man die Altersstruktur, so sind Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren mit +15,8 Prozent vom Anstieg stärker betroffen als die übrigen Altersgruppen. „Bei den Jungen unter 25 ist der Anstieg vor allem aus dem Handel sowie der Beherbergung und Gastronomie sichtbar. Hier waren jeweils 24 Personen mehr arbeitslos als im Vorjahr, das sind +19,0 Prozent im Handel bzw. +37,5 Prozent in der Beherbergung und Gastronomie“, berichtet Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt.
Insgesamt war der Anstieg in absoluten Zahlen im Handel am höchsten (+157 Personen bzw. +19,8 Prozent auf 948 Personen), gefolgt von der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit +146 Personen bzw. +15,1 Prozent auf 1.114 Personen und die Beherbergung und Gastronomie mit +95 Personen bzw. +14,8 Prozent auf 736 Personen. Besonders betroffen in der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen waren die Gebäudebetreuung (+79 Personen bzw. +22,0 Prozent) und „Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien“ (+26 Personen bzw. +36,1 Prozent). „Das zeigt, dass in der aktuellen wirtschaftlichen Situation besonders Menschen aus personalintensiven Branchen von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Personalkosten sind hier meist der größte Kostenfaktor eines Unternehmens. Geht die Nachfrage zurück und ist der Kostendruck zu hoch, sind meist angelernte Arbeitskräfte die ersten, die ihre Beschäftigung verlieren“, erklärt Arbeitsmarktexperte Franz Huber. Im März lag der Anteil an arbeitslos vorgemerkten Personen, die lediglich über eine Pflichtschulausbildung verfügen, bei 47,4 Prozent.
Rückgang bei offenen Stellen um 20,7 Prozent
Ende März waren in der Stadt Salzburg 2.168 offene, sofort verfügbare Stellen gemeldet. Das sind um 567 weniger als im März des Vorjahres. „Wie schon im Vormonat, ging auch im März im Bereich ‚Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen‘ der Anteil an offenen Stellen am stärksten zurück (Anm.: -222 Stellen bzw. -28,0 Prozent), davon besonders stark in der Arbeitskräfteüberlassung“, so Franz Huber.
Zahl der Lehrstellensuchenden steigt leicht
Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im März um 14 Personen bzw. 8,5 Prozent auf 179 gestiegen. Spannend ist der Blick auf ihre Berufswünsche: 20 Prozent wollen einen kaufmännischen Lehrberuf ergreifen, knapp 16 Prozent einen im Handel und rund 9 Prozent als KFZ-Techniker_in. Die Lehrstellensuchenden konnten Ende März aus 169 sofort verfügbaren offenen Lehrstellen wählen, das waren um 68 weniger als im Vorjahr (-28,7 Prozent). „Von der dualen Ausbildung profitieren sowohl die zukünftig beschäftigten Personen als auch die Unternehmen. Sie ist ein Erfolgsfaktor in der Bekämpfung des Fachkräftemangels und stärkt den heimischen Wirtschaftsstandort. Unsere Berufs- und Bildungsberater_innen im BerufsInfoZentrum (BIZ) beraten und unterstützen beim Entdecken von Interessen und Finden des passenden Ausbildungswegs“, weiß Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt. Das BerufsInfoZentrum des AMS Salzburg-Stadt ist für alle Menschen im Flachgau und der Stadt Salzburg erste Anlaufstelle rund um das Thema Arbeitsmarkt und Berufsinformation.
Enger Kontakt mit den Unternehmen in der Stadt
In den ersten drei Monaten des Jahres waren die Berater_innen des „Service für Unternehmen“ 285-mal vor Ort bei den Betrieben in der Stadt. Franz Huber: „Wir beraten die Unternehmer_innen in allen personalwirtschaftlichen Belangen und entwickeln mit ihnen gemeinsam Zukunftsperspektiven für ihre jeweilige Situation. Von 28. April bis 30. Mai auch im Rahmen der AMS Business Tour 2025“.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. April 2025